Der Jakob Muth-Preis

Seit 2009 vergeben die Beauftrage der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, die Bertelsmann Stiftung und die Deutsche UNESCO-Kommission (DUK) gemeinsam den Jakob Muth-Preis für inklusive Schule.

Der Preis ist unter dem Motto „Gemeinsam lernen mit und ohne Behinderung“ 2009 ins Leben gerufen worden – in dem Jahr, in dem in Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention in Kraft trat. Seitdem gab es über 550 Bewerbungen und 21 Preisträger aus insgesamt 11 Bundesländern. Die Bewerber- und Preisträgerschulen des Jakob Muth-Preises gelten immer wieder als besonders inspirierende Beispiele für Inklusive Bildung.

Gleichzeitig wurde bei den Bewerbern und in besonderem Maße bei den Preisträgern deutlich, dass gelingende Inklusion immer weit über das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung hinausgeht – auch wenn das vor dem Hintergrund des hoch differenzierten deutschen Sonderschulwesens weiterhin besonders wichtig bleibt. Inklusion bedeutet vielmehr, jeden Einzelnen wertzuschätzen, den Blick auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten aller Kinder zu richten und allen eine bessere Teilhabe zu ermöglichen. Die Projektträger haben sich deshalb 2014 entschlossen, den Begriff der Inklusion entsprechend weiter auszulegen und somit auch auf den Untertitel zu verzichten.

Deshalb: Vorhang auf für den „Jakob Muth-Preis für inklusive Schule“!

 

Preise

Es werden insgesamt vier Preise vergeben:

- Drei gleichwertige Preise an Einzelschulen in Höhe von jeweils € 3000.

- Ein Preis an einen Schulverbund in Höhe von € 5000.

Außerdem erhält jeder der Preisträger die Möglichkeit einer individuell auf ihn zugeschnittenen Fortbildung zum Index für Inklusion durch die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft.

 

Kriterien

Wie lässt sich erfassen, was eine gute inklusive Schule ausmacht? Als Antwort auf diese Frage haben wir mit Hilfe von Schul- und Inklusionsexperten zentrale Qualitätskriterien erarbeitet. Sie sollen der Jury ein vergleichbares Bild von den Bewerbern um den Jakob Muth-Preis ermöglichen. Mit der Zusammenstellung der Kriterien wollen wir aber auch den vielfältigen Anstrengungen und Lösungsansätzen auf dem Weg zu einer inklusiven Schule gerecht werden. Die Kriterien sind in diesem Jahr umfassend aktualisiert und weiterentwickelt worden, auch um verstärkt einem breiten Verständnis der Inklusion Rechnung zu tragen.

Unter den Bewerbungen der Einzelschulen werden die Preisträger auf der Basis ihrer Arbeit in den folgenden Bereichen ausgewählt:

- Schule auf dem Weg zur Inklusion

- Inklusives Lernen

- Inklusives Lehren und Arbeiten

- Inklusion und Leistung

- Inklusion und Gesellschaft

Bei den Verbundbewerbungen erfolgt die Auswahl der Preisträger nach ihrer Arbeit in den folgenden Bereichen

- Struktur und Organisation des Verbundes

- Zusammenarbeit im Verbund

- Zusammenarbeit mit dem Umfeld

 

Nähere Informationen finden Sie unter dem Reiter "Bewerbung".